QM60


Der QM60 wurde ursprünglich als Laborinstrument entwickelt um die Eigenschaften des menschlichen Hörsinns zu erforschen. Um die in diesem Forschungsprojekt verwendeten akustischen Signale zu reproduzieren, wurde ein Lautsprecher benötigt, der ein sehr breites Frequenzspektrum neutral wiedergibt und die Verfärbungen kompensiert, die ein Stereo-System durch den Phantom-Effekt hervorruft. Zudem musste der Lautsprecher äußerst geringe Verzerrungen aufweisen und Wellenformen mit größter Genauigkeit reproduzieren können. Obwohl dieser Lautsprecher für den Heimgebrauch „überqualifiziert“ erscheinen mag, sind dieselben Eigenschaften, die es ermöglichen künstliche Testsignale tonal, dynamisch, räumlich und zeitlich richtig zu reproduzieren, sehr vorteilhaft wenn so komplexe Signale wie Musik wiedergegeben werden sollen. Man sollte die Schwierigkeit, Musik naturgetreu wiederzugeben, niemals unterschätzen. Nuancen dürfen nicht vernachlässigt werden, gleichgültig wie winzig sie sein mögen.
Der Hochtöner des QM60 ist ein echtes Kunststück der Treiber-Entwicklung. Seine hohe Effizienz und ein Frequenzweichen-Design, dass nicht nur die Form der Impulsantwort, sondern auch die Optimierung der Impedanz berücksichtigt, minimiert Kompressionseffekte und Verzerrungen. Darüber hinaus kann dieser Hochtöner ein Vielfaches der Eingangsspannung einer konventionellen 25mm-Kalotte verkraften.


Die tiefen und mittleren Frequenzen werden von einem einzelnen Tiefmitteltöner verarbeitet. Frequenzen von 20 Hertz bis über 7 Kilohertz wiederzugegeben stellt immense Anforderungen an den Treiber. Makellose Klarheit in mittleren Tonlagen auch bei komplexen Musiksignalen zu erreichen und gleichzeitig lange Hübe für tiefe Frequenzen zu ermöglichen, machte die Konstruktion dieses Chassis noch anspruchsvoller. Folglich wurden viele ungewöhnliche Eigenschaften und Konstruktionsmerkmale in diesem Treiber verwirklicht. Das Frequenzweichen-Design bietet ähnliche Vorteile wie im Hochtonbereich und die Effizienz des Chassis nimmt mit der Frequenz zu, so kann die Erwärmung der Schwingspule minimiert werden.

Beides war besonders wichtig, um diese Maßstab setzende Treiberkonstruktion zu realisieren.

Die Verwendung von Titan im Spulenkörper kontrolliert die Wärmeverteilung und eliminiert die Wirbelstromverluste in tiefen Frequenzlagen. Zu den weiteren besonderen Merkmalen dieses Tiefmitteltöners zählen Kupferleiter mit Aluminiumkern für die Schwingspule, doppelt belüftete Staubschutzkappen und ein verzerrungsoptimiertes, eingeschnittenes Polstück, das die Krafteinwirkung linearisiert. Ein in das Magnetsystem implementierter Kurzschlussring linearisiert die dynamische Krafteinwirkung und die positionsabhängige Induktivität. Die Membran verhält sich bei mittleren Frequenzen wie ein echter Biegewellen-Wandler und die aus SPN gefertigte Staubschutzkappe formt darüber eine Mittelton-Kalotte. Die Gummisicke ist verschleißfrei.



Technische Spezifikationen:


Frequenzumfang im Raum, typ.: 20 Hz – 22 kHz
Wirkungsgrad: 88 dB (2,83 V / 1 m)
Nennimpedanz: 10 Ω (∅ 7 Ω, min 6 Ω)
Frequenzweichen-Funktion: 800 Hz – 7 kHz
Frequenzweichen-Prinzip: passiv
Empfohlene Verstärkerleistung: 10 W - 250 W
Belastbarkeit (> 300 HZ): 500 W
Gehäuseprinzip: Helmholtz-Resonator
Gehäusematerial: MDF
Treiber: 1× 28mm Hochtonkalotte, 1× 176mm doped Polymer-Konus
Optimale Hörentfernung: 2 – 8 m
Abmessungen (B x T x H): 312 x 351 x 945 mm
Gewicht ohne Verpackung: 5 kg

Positionierung: Leicht eingedreht, 10 - 30 cm von einer stabilen Rückwand entfernt

Ausführungen: Klavierlack Weiß oder Schwarz und diverse Furniere mit mattschwarzer Front


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