„Ein Verstärker ist ein frequenzmoduliertes Netzteil!“ Dies war das Credo von Exposure-Gründer John Farlowe. Und deshalb zeichneten sich schon frühe Geräte der 1974 gegründeten englischen Marke durch üppig dimensionierte Stomversorgungen aus. Man könnte daher vermuten, dass die englische Vorliebe für kräftige und stabile Stromversorgungen auf den Mann zurückgeht, der vor seiner Zeit als HiFi-Entwickler bei Hiwatt war. Auf John Farlows Amps schworen zum Beispiel Musiker von The Who, Pink Floyd und Led Zeppelin.
Kein Wunder also, dass Farlowe seit den ersten Exposure-Kreationen, die er mit römischen Zahlen kennzeichnete, wenig an den eigentlichen Schaltungen feilte, sondern sich tief in die Materie der Trafos und Kondensatoren grub. So ließ Exposure sehr früh nach eigenen Vorgaben Sieb-Elkos bauen, massige Ringkerntransformatoren wickeln – und sorgte für Frust bei Imitatoren, die die einfachen Schaltungen nachbauten: Sie mussten feststellen, dass die Exposure-Geräte einfach besser klangen. So fanden die musikalisch expressiven Verstärker eine überzeugte Fangemeinde, die aber aufgrund stückzahlarmer Handfertigung überschaubar bleibt.